Studien
An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen einige grundlegende Studien und Berichte zum Thema Migräne im beruflichen Kontext sowie zu sozioökonomischen Folgen der Erkrankung.
Epidemiologische RKI-Studie
Im Rahmen der Burden-Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Krankheitslast wurden mittels telefonischer Befragungen Daten zu Migräne und Spannungskopfschmerzen erhoben. Neben der Häufigkeit und dem Arzneimittelgebrauch von Betroffenen wurde auch untersucht, welche Begleiterkrankungen häufig auftreten. Darüber hinaus wurden Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Bildungsstand, Erwerbstätigkeit, Partnerschaft und soziale Unterstützung erfasst.
Journal of Health Monitoring · 2020 5(S6) DOI 10.25646/6988.2 Robert Koch-Institut, Berlin
Michael Porst 1, Annelene Wengler 1, Janko Leddin 1, Hannelore Neuhauser 1, Zaza Katsarava 2,
3, 4, 5, Elena von der Lippe 1, Aline Anton 1, Thomas Ziese 1, Alexander Rommel 1, für die
BURDEN 2020 study group
Der Kopfschmerzreport der Techniker Krankenkasse (TK)
Im Kopfschmerzreport 2020 der Techniker Krankenkasse werden verschiedene Formen von Kopfschmerzen beschrieben. Zudem werden die wichtigsten medikamentösen Behandlungsansätze sowie prophylaktische Maßnahmen, sowohl mit als auch ohne Medikamente, dargestellt. Besonders hervorgehoben werden Informationen zu Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Ergänzt wird der Report durch ein Interview mit einem renommierten Kopfschmerzexperten.
TK-Kopfschmerzreport 2020. Die Techniker
Global Burden of Disease 2019
Dieser englischsprachige Artikel fasst die Ergebnisse der Global Burden of Disease Study 2019 zur weltweiten Krankheitslast zusammen. Im Rahmen der Studie wurden die sogenannten „Years Lived with Disability“ (YLD) – also die Lebensjahre, die aufgrund einer Erkrankung mit Einschränkungen verbracht werden – geschätzt und die Krankheitslast verschiedener Erkrankungen miteinander verglichen. Migräne belegt dabei im globalen Vergleich den zweiten Platz unter den am stärksten behindernden Erkrankungen.
Steiner, T. J. et al. (2020). Migraine remains second among the world’s causes of disability, and first among young women: findings from GBD2019. The Journal Of Headache And Pain, 21(1).
WHO Burden of Disase
Die Global Burden of Disease-Studie bewertet die weltweite Krankheitslast, indem sie die Sterblichkeit und Behinderung durch 240 Krankheiten und Verletzungen untersucht. Sie liefert Daten zur gesundheitlichen Entwicklung seit 1990 und gibt Prognosen bis 2020, um Herausforderungen und Trends im Gesundheitswesen besser zu verstehen.
- J. L. Murray, (Hrsg.), Harvard School of Public Health, The global Burden of Disease (WHO, 1996).
Novartis – Migräne muss in alle Köpfe
„Migräne muss in alle Köpfe“ ist eine Initiative des Arzneimittelherstellers Novartis mit dem Ziel, mehr Bewusstsein für die Erkrankung im Arbeitsumfeld zu schaffen. Novartis bietet Informationsmaterialien für Personalabteilungen sowie für Betriebsärzt:innen. Darüber hinaus entwickelte das Unternehmen ein Programm im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, dessen Erprobung in der Schweiz nachweislich zu einer höheren Lebensqualität und gesteigerter Produktivität bei Betroffenen führte.
Novartis Deutschland. (o. D.). „Migräne muss in alle Köpfe“ zur Unterstützung von Menschen mit Migräne im Arbeitsumfeld.
Eurolight Studie
In der Eurolight-Studie wurde die medizinische Versorgung von Migräne-Patient: innen in zehn europäischen Ländern anhand von Konsultationen und der Nutzung spezifischer Medikamente untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Migräne oft unterdiagnostiziert und unzureichend behandelt wird. Die Studie hebt die Notwendigkeit hervor, das Bewusstsein für Migräne sowohl in der Gesundheitsversorgung als auch in der Öffentlichkeit zu schärfen, um die Versorgungslage zu verbessern.
Katsarava Z, Mania M, Lampl C, Herberhold J, Steiner TJ. Poor medical care for people with migraine in Europe – evidence from the Eurolight study. J Headache Pain. Dezember 2018;19(1).
Krankheitslast und sozioökonomische Auswirkungen von Migräne
In dieser Studie wird beleuchtet, dass Migräne erhebliche volkswirtschaftliche Kosten
verursacht, da sie sowohl die Erwerbsfähigkeit als auch die unbezahlte Arbeit einschränkt. Neben den wirtschaftlichen Folgen sind aber auch die soziale Teilhabe und Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigt. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit technologischer und medizinischer Innovationen sowie politischer Maßnahmen, um die Versorgung zu verbessern.
Seddik, A. et al. (2018). Krankheitslast und sozioökonomische Auswirkungen von Migräne in
Deutschland, Darmstadt, WiFOR GmbH.
